Das Wichtigste in Kürze
- Niemals selbst zuerst kündigen: Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung — kündigst du selbst, kann deine Nummer verloren gehen.
- Die Portierung ist in der Schweiz kostenlos und funktioniert zwischen allen Anbietern, auch von Prepaid.
- Du bleibst durchgehend erreichbar: Die Umschaltung selbst dauert nur kurz, meist merkst du kaum etwas davon.
- Der Portierungstermin richtet sich nach der Kündigungsfrist deines alten Vertrags — bei laufender Mindestlaufzeit kann eine Ablösegebühr anfallen.
- Alles, was du brauchst: deine bisherige Nummer, deine Kundendaten und ein neues Abo, bei dem du «Nummer mitnehmen» ankreuzt.
Was bedeutet Rufnummer-Portierung — und warum ist sie so einfach?
Portierung heisst: Deine bestehende Handynummer zieht mit dir zum neuen Anbieter um. In der Schweiz ist dieses Recht gesetzlich verankert — kein Anbieter darf dich daran hindern, deine Nummer mitzunehmen. Genau diese Sicherheit ist der Grund, warum die Angst vor dem Nummernverlust heute unbegründet ist: Die Nummer gehört zu dir, nicht zum Anbieter. Ob du von Swisscom zu Yallo wechselst, von Sunrise zu Wingo oder von einem Prepaid-Angebot zu einem Abo: Die Nummer bleibt dieselbe, niemand muss deine neue Nummer lernen, kein WhatsApp-Konto geht verloren.
Das Beste daran: Du musst dich um fast nichts kümmern. Beim Abschluss des neuen Abos gibst du einfach an, dass du deine bisherige Nummer behalten willst. Der neue Anbieter organisiert dann die Portierung direkt mit deinem alten Anbieter — inklusive Kündigung. Genau deshalb ist der Anbieterwechsel heute so unkompliziert, wie wir es auch im Artikel Wechseln statt verlängern beschreiben: Der Aufwand liegt bei rund zehn Minuten.
Der wichtigste Grundsatz: Niemals zuerst selbst kündigen!
Der häufigste und teuerste Fehler beim Wechsel: Du kündigst deinen alten Vertrag selbst, bevor die Portierung eingeleitet ist. Die Folge kann drastisch sein — läuft dein alter Vertrag aus, bevor die Nummer übertragen wurde, kann sie deaktiviert werden und ist im schlimmsten Fall weg. Eine einmal freigegebene Nummer lässt sich nicht immer zurückholen.
Darum gilt die eiserne Regel:
- Zuerst das neue Abo abschliessen und dabei die Portierung beantragen.
- Der neue Anbieter kündigt deinen alten Vertrag im Rahmen der Portierung — termingerecht auf das Ende deiner Kündigungsfrist.
- Du selbst kündigst gar nichts. Erst wenn die Nummer erfolgreich übertragen ist, endet der alte Vertrag automatisch.
Falls du bereits selbst gekündigt hast: keine Panik. Leite die Portierung so schnell wie möglich ein, damit die Übertragung vor dem Vertragsende abgeschlossen ist. Was formell für eine Kündigung gilt, liest du im Ratgeber Handy-Abo kündigen — bei einer Portierung brauchst du dieses Wissen aber im Normalfall gar nicht.
Portierung Schritt für Schritt: So läuft der Wechsel ab
So nimmst du deine Nummer in vier Schritten mit:
- Neuen Tarif wählen: Vergleiche die aktuellen Angebote im Handy-Abo-Vergleich. Zweitmarken wie Yallo, Wingo oder Lebara funken in denselben Netzen wie die Hauptmarken, kosten aber deutlich weniger.
- Portierung beantragen: Beim Abschluss wählst du «bisherige Nummer mitnehmen» und gibst deine Rufnummer sowie deinen aktuellen Anbieter an. Halte deine Kundennummer bereit — sie steht auf der Rechnung oder im Kundenkonto.
- Bestätigung abwarten: Der neue Anbieter koordiniert die Übertragung mit dem alten und teilt dir den Portierungstermin mit, meist per SMS oder E-Mail.
- Am Portierungstag: Neue SIM einlegen oder eSIM aktivieren, sobald das alte Netz wegfällt. Die Umschaltung dauert nur kurz — danach läuft deine gewohnte Nummer über den neuen Anbieter.
Mehr musst du nicht tun. WhatsApp, Signal, Banking-Apps und alle Dienste, die an deine Nummer gekoppelt sind, funktionieren nach der Portierung wie gewohnt weiter — die Nummer bleibt ja dieselbe. Einzig ein Neustart des Handys am Portierungstag kann helfen, falls sich das Gerät nicht sofort im neuen Netz einbucht.
Bist du unsicher, welcher Tarif zu dir passt? Unsere kostenlose Beratung hilft dir bei der Auswahl und beantwortet Fragen zur Portierung.
Wie lange dauert die Portierung und was kostet sie?
Die Portierung selbst ist kostenlos — Gebühren für die Übernahme der Nummer sind in der Schweiz nicht üblich. Was die Dauer angeht, musst du zwei Dinge auseinanderhalten: die technische Umschaltung und den Zeitpunkt, an dem sie stattfindet. Die Umschaltung selbst ist schnell erledigt. Der Termin dafür richtet sich aber nach deinem alten Vertrag: Bist du mtl. kündbar oder ist die Mindestlaufzeit vorbei, geht es üblicherweise innerhalb der Kündigungsfrist — meist 60 Tage beziehungsweise 2 Monate. Bei Prepaid ohne Kündigungsfrist kann es deutlich schneller gehen.
| Punkt | So ist es geregelt |
|---|---|
| Kosten | Gratis — keine Portierungsgebühr |
| Wer kündigt den alten Vertrag? | Der neue Anbieter, im Rahmen der Portierung |
| Termin | Nach Ablauf der Kündigungsfrist des alten Vertrags, bei Prepaid schneller |
| Unterbruch | Nur kurze Umschaltung, du bleibst praktisch durchgehend erreichbar |
| Prepaid-Nummern | Portierung ebenfalls möglich, SIM muss aktiv sein |
Was passiert mit der Restlaufzeit meines alten Vertrags?
Hast du noch eine laufende Mindestlaufzeit, gibt es zwei Wege. Entweder du legst den Portierungstermin auf das Ende der Mindestlaufzeit — dann zahlst du bis dahin normal weiter und wechselst ohne Zusatzkosten. Oder du portierst früher: Dann verlangt der alte Anbieter in der Regel eine Ablösesumme, oft die restlichen Monatsgebühren oder eine vertraglich definierte Gebühr. Ob sich das lohnt, ist eine einfache Rechnung: Ist die Ersparnis beim neuen Tarif über die nächsten Monate grösser als die Ablösesumme, lohnt sich der frühe Wechsel. Frage im Zweifel beim alten Anbieter nach, wie hoch die Ablösesumme konkret wäre — die Angabe steht meist auch in den Vertragsbedingungen.
Gut zu wissen: Bei einer Preiserhöhung durch deinen Anbieter hast du meist ein Sonderkündigungsrecht und kommst vorzeitig ohne Kosten aus dem Vertrag. Und wer mtl. kündbar ist, muss ohnehin nur die Kündigungsfrist abwarten. Stelle zwei Tarife im Direktvergleich gegenüber, um zu sehen, wie viel der Wechsel konkret bringt.
Prepaid-Nummer portieren: Das musst du wissen
Auch Prepaid-Nummern lassen sich portieren — zum Beispiel, wenn du von Prepaid auf ein günstiges Abo umsteigst. Der Ablauf ist derselbe: Portierung beim neuen Anbieter beantragen, nicht selbst etwas deaktivieren. Drei Besonderheiten gibt es:
- SIM muss aktiv sein: Eine abgelaufene oder deaktivierte Prepaid-SIM lässt sich nicht mehr portieren. Lade im Zweifel vorher einen kleinen Betrag auf.
- Registrierung zählt: Die Nummer muss auf dich registriert sein. Bei alten, nie registrierten SIM-Karten kann der Anbieter einen Nachweis verlangen.
- Restguthaben: Verbleibendes Prepaid-Guthaben verfällt bei der Portierung in der Regel — brauche es vorher auf, etwa durch Anrufe oder ein letztes Datenpaket.
Der Umstieg lohnt sich für viele Prepaid-Nutzer doppelt: Du behältst deine langjährige Nummer und profitierst gleichzeitig von den deutlich tieferen Preisen pro GB, die nur Abos bieten. Gerade die Neukunden-Promos der Zweitmarken machen den Wechsel attraktiv.
Ob sich der Umstieg von Prepaid aufs Abo für dich rechnet, zeigt unser Vergleich Prepaid oder Abo? — ab mittlerer Nutzung lautet die Antwort fast immer ja.
Häufige Fragen
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