Das Wichtigste in Kürze
- Jetzt planen statt am Aktionstag hetzen: Kündigungsfristen von üblicherweise 60 Tagen machen Ende Oktober zum richtigen Zeitpunkt.
- Vertragsende prüfen: Mindestlaufzeit, Promo-Ende und Kündigungsfrist stehen im Kundenkonto oder in der Auftragsbestätigung.
- Datenbedarf messen: Der Verbrauch der letzten Monate zeigt, wie viele GB du wirklich brauchst.
- Portieren statt selbst kündigen: Mit der Rufnummerportierung behältst du deine Nummer, der neue Anbieter übernimmt den Wechsel.
- Echte Deals erkennen: Massgebend sind der Normalpreis nach der Aktion und die Gesamtkosten über die Laufzeit, nicht der Streichpreis.
Warum Ende Oktober der richtige Moment für den Black-Friday-Plan ist
Schweizer Handy-Abos haben meist eine Kündigungsfrist von 60 Tagen oder zwei Monaten. Das klingt harmlos, hat aber Folgen für den Black Friday: Wer am 27. November ein neues Abo abschliesst und erst dann merkt, dass der alte Vertrag noch bis Februar läuft, zahlt mehrere Monate zwei Abos. Der Deal ist dann schnell aufgefressen.
Ende Oktober hast du genug Vorlauf. Du kannst in Ruhe nachsehen, wann dein Vertrag frühestens endet, ob du noch in einer Mindestlaufzeit steckst und was du eigentlich brauchst. Am Aktionstag selbst bleibt dann nur noch der Vergleich und der Abschluss. Dazu kommt: Viele Anbieter starten ihre Aktionen nicht erst am Freitag, sondern schon Tage vorher, manche bereits um den Singles Day am 11. November. Wer vorbereitet ist, kann früh zugreifen, wenn das passende Angebot auftaucht.
Der Grundsatz hinter allem steht im Artikel Wechseln statt verlängern: Neukunden bekommen fast immer die besseren Konditionen. Der Black Friday ist nur der Zeitpunkt, an dem dieser Effekt am deutlichsten wird.
Schritt 1: Vertragsende und Kündigungsfrist herausfinden
Bevor du irgendeinen Deal anschaust, brauchst du drei Daten zu deinem aktuellen Abo:
- Mindestlaufzeit: Hast du ein Abo mit 12 oder 24 Monaten Bindung abgeschlossen, oder ist es monatlich kündbar?
- Kündigungsfrist: Meist 60 Tage oder zwei Monate, manchmal auf ein Monatsende.
- Promo-Ende: Läuft ein Aktionsrabatt bald aus, steigt der Preis ohnehin. Dann ist der Wechsel doppelt sinnvoll.
Diese Angaben findest du im Kundenkonto, in der App deines Anbieters oder in der Auftragsbestätigung. Wenn nichts davon auffindbar ist, ruf die Hotline an und frag gezielt: «Wann kann ich frühestens ohne Zusatzkosten aus dem Vertrag?» Notier die Antwort mit Datum.
Rechne dann rückwärts: Endet deine Mindestlaufzeit Ende Januar, muss die Kündigung oder die Portierung je nach Vertrag spätestens Ende November eingehen. Der Black Friday passt dann genau. Läuft dein Vertrag noch länger, kann sich ein Wechsel trotzdem lohnen, aber nur wenn der Deal die Restkosten deutlich übertrifft. Wie die Kündigung formal sauber läuft, steht in Handy-Abo kündigen.
Schritt 2: Den eigenen Datenbedarf ehrlich messen
Der häufigste Fehler am Black Friday ist nicht ein schlechter Deal, sondern der falsche Tarif. Ein grosses Rabatt-Banner verleitet dazu, das teuerste Paket mit unlimitierten Daten zu nehmen, obwohl ein kleineres gereicht hätte. Oder umgekehrt: Das günstigste Abo lockt, und nach zwei Monaten fehlen ständig Gigabytes.
So misst du deinen Bedarf in fünf Minuten:
- Öffne in den Einstellungen deines Handys die Datennutzung (iPhone: Mobilfunk, Android: Netzwerk und Internet).
- Schau den Verbrauch der letzten Monate im Kundenkonto deines Anbieters nach, falls das Handy nur einen Zeitraum zeigt.
- Nimm den höchsten Monat, nicht den Durchschnitt, und plane etwas Reserve ein.
- Notier zusätzlich, wie oft du ins Ausland reist und ob du 5G nutzen kannst.
Was die Zahlen bedeuten und welche Grösse zu welchem Nutzungsprofil passt, erklärt Wie viele GB brauche ich?. Ob sich unlimitierte Daten für dich überhaupt lohnen, klärt Unlimitierte Daten: Wer braucht sie wirklich?.
Schritt 3: Nummer portieren statt selbst kündigen
Du willst deine Handynummer behalten? Dann kündigst du das alte Abo in der Regel nicht selbst, sondern beantragst beim neuen Anbieter die Rufnummerportierung. Der neue Anbieter leitet den Wechsel ein, und die Nummer zieht mit um. Wichtig: Die vertraglichen Fristen und eine allfällige Mindestlaufzeit beim alten Anbieter gelten trotzdem. Die Portierung ersetzt die Fristen nicht, sie erspart dir nur den Papierkram.
Bereite deshalb jetzt vor, was du beim Abschluss brauchst:
- Ausweis oder ID griffbereit
- Name und Adresse genau so, wie sie beim alten Anbieter hinterlegt sind
- Die Information, ob du ein Abo oder Prepaid hast
- Das gewünschte Wechseldatum, abgestimmt auf dein Vertragsende
Frag beim neuen Anbieter nach, ob du beim Abschluss ein späteres Portierungsdatum wählen kannst. So sicherst du dir den Black-Friday-Preis, ohne dass sich die Abos überschneiden. Alle Details zum Ablauf findest du in Rufnummer mitnehmen: So funktioniert die Portierung. Wenn du gleich auf eSIM umsteigen willst, hilft eSIM in der Schweiz.
Schritt 4: Wunschliste anlegen und Preise im Blick behalten
Mit Vertragsende und Datenbedarf weisst du jetzt genau, wonach du suchst. Leg dir eine kurze Wunschliste an: zwei oder drei Anbieter, die in Frage kommen, das gewünschte Datenvolumen, Roaming ja oder nein, Laufzeit ja oder nein. Schau dir dafür die Anbieter-Tests an, zum Beispiel den Yallo Abo-Test oder den Lebara Abo-Test, und die Übersicht aller Tests im Ratgeber.
Danach prüfst du die Preise nicht jeden Tag einzeln auf den Anbieterseiten, sondern an einem Ort. Im Handy-Abo-Vergleich siehst du alle aktuellen Tarife mit Aktionspreis, im Direktvergleich stellst du deine Favoriten nebeneinander. Welche Aktionen schon jetzt laufen, zeigt der Ratgeber Herbst-Aktionen Handy-Abo.
Als Preisalarm funktioniert unser Newsletter: Du trägst dich unten auf jeder Seite ein und bekommst die wichtigsten Aktionen per E-Mail, ohne selbst täglich nachsehen zu müssen.
Woran du einen echten Black-Friday-Deal erkennst
Nicht jedes rote Banner ist ein Schnäppchen. Bei Handy-Abos ist der Streichpreis oft der Listenpreis, zu dem kaum jemand abschliesst. Entscheidend sind andere Fragen:
| Prüfpunkt | Echter Deal | Scheinbarer Deal |
|---|---|---|
| Vergleichspreis | Günstiger als die üblichen Aktionspreise der letzten Wochen | Nur günstiger als der Listenpreis, den ohnehin kaum jemand zahlt |
| Dauer des Rabatts | Gilt für die ganze Mindestlaufzeit oder dauerhaft | Gilt nur wenige Monate, danach voller Preis bei weiterlaufender Bindung |
| Einmalkosten | Aktivierungs- und SIM-Gebühr entfallen | Gebühren fressen den Monatsrabatt teilweise auf |
| Leistung | Passt zu deinem gemessenen Bedarf | Mehr Daten oder Extras, die du nie nutzt |
| Laufzeit der Aktion | Klar angegeben, du kannst in Ruhe vergleichen | Countdown setzt dich unter Druck, Bedingungen unklar |
Rechne bei jedem Angebot die Gesamtkosten über die Zeit, die du beim Anbieter bleiben willst: Monatspreis mal Monate plus Einmalgebühren. Erst diese Zahl macht zwei Angebote vergleichbar. Achte ausserdem darauf, was nach dem Aktionszeitraum passiert, denn das Promo-Ende ist die teuerste Kostenfalle im Handy-Abo.
Deine Black-Friday-Checkliste zum Abhaken
Wenn du diese Punkte bis Mitte November erledigt hast, bist du bereit:
- Vertragsende, Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist notiert
- Promo-Ende des aktuellen Abos geprüft
- Datenverbrauch der letzten Monate gemessen
- Unterlagen für die Portierung bereit
- Zwei bis drei Wunschanbieter ausgewählt
- Newsletter abonniert und Vergleich als Lesezeichen gespeichert
Denk auch an die Familie: Wenn mehrere Abos im Haushalt laufen, lohnt es sich, alle Verträge gleichzeitig zu prüfen. Tipps dazu gibt es in Handy-Abo für Familien. Und falls du nicht sicher bist, welches Abo zu dir passt, hilft dir unsere kostenlose Beratung schon vor dem Aktionstag weiter.
Häufige Fragen
Bereit für den Black Friday?
Im Vergleich siehst du alle aktuellen Handy-Abos der Schweiz mit Aktionspreis und Laufzeit, täglich aktualisiert.